Bewegender Gedenkmarsch in Lünen erinnert an NS-Opfer und setzt Zeichen für die Zukunft
Kunigunde SegebahnBewegender Gedenkmarsch in Lünen erinnert an NS-Opfer und setzt Zeichen für die Zukunft
Rund 100 Menschen versammelten sich am 27. Januar in Lünen zu einem Gedenkmarsch für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Veranstaltung stand im Zeichen des bundesweiten Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und führte zu historischen Stätten in der gesamten Stadt. Die Organisatoren zeigten sich zufrieden mit der Resonanz und kündigten an, den Marsch künftig als jährliche Tradition etablieren zu wollen.
Der Marsch begann auf dem Evangelischen Friedhof an der Kirchhofstraße, wo Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg eine Eröffnungsrede hielt. Sie erinnerte an den 81. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz und betonte die Bedeutung lokaler Erinnerungskultur. Begleitet wurde die Veranstaltung vom Lünen-Süd-Blasorchester, das die Teilnehmer mit musikalischen Darbietungen durch die Stadt führte.
Die Route umfasste Stationen an der Viktoriaschule, am Hauptbahnhof sowie an mehreren Stolperstein-Standorten – den kleinen Gedenktafeln, die in Gehwege eingelassen sind. Zudem besuchte die Gruppe das Holocaust-Mahnmal an der Lippe. An jedem Ort berichteten Vertreter der Initiative Stolpersteine Lünen, des Lünen-Stadtmuseums und lokale Gästeführer über historische Zusammenhänge und das Schicksal der Opfer.
Den Abschluss bildete ein gemeinsames Treffen im Gemeindezentrum St. Georg. Dort bekräftigten die Organisatoren ihr Engagement, das Gedenken an die Verfolgten des Nationalsozialismus wachzuhalten. Bürgermeisterin Förster-Teutenberg schloss mit einem Appell an die gesellschaftliche Verantwortung, demokratische Werte und Solidarität zu verteidigen.
Der Gedenkmarsch wurde für seine durchdachte Organisation und die starke Beteiligung gelobt. Die Organisatoren kündigten an, die Veranstaltung fest in die Erinnerungskultur Lünens zu integrieren. Ziel der Initiative ist es, die lokale Geschichte und das Gedenken an die Opfer als sichtbaren Teil des kollektiven Bewusstseins der Stadt zu verankern.






