Bergisch Gladbach kämpft um OGS-Plätze für Erstklässler ab 2026
Ab dem Jahr 2026 haben alle Erstklässler in Bergisch Gladbach einen gesetzlichen Anspruch auf einen Platz in der Offenen Ganztagsschule (OGS). Doch bereits jetzt steht die Stadt vor Herausforderungen, die Versorgung sicherzustellen – durch begrenzte Kapazitäten und anhaltende Planungsverzögerungen. Einige Schulen werden es schon im kommenden Schuljahr schwer haben, genug Plätze anzubieten.
Für das Schuljahr 2026/27 rechnet die Stadt damit, alle Erstklässler mit gesetzlichem Anspruch versorgen zu können. Doch an drei Schulen – der GGS Heidkamp, der GGS Moitzfeld und der KGS Frankenforst – werden voraussichtlich 23, 10 bzw. 7 Plätze fehlen. Die Stadt hat mit den Trägern Kriterien für die Vergabe der begehrten Plätze festgelegt, doch die genauen Regelungen bleiben unklar.
Das größte Problem bleibt der Mangel an räumlichen Kapazitäten, denn bauliche Erweiterungen bieten keine schnelle Lösung. Eltern haben bereits ihre Wunschschulen gewählt, ohne vollständige Informationen über die Verfügbarkeit zu haben. Die endgültigen Zusagebescheide – inklusive der OGS-Plätze – werden erst Ende März verschickt.
Im Schuljahr 2025/26 wurden bereits Schüler in Gebieten wie Schildgen, Katterbach und Bensberg von ihren Wunschschulen abgewiesen. Zwei Familien klagten sogar erfolgreich gegen die Ablehnung ihrer Kinder. Gleichzeitig liegt die aktuelle Versorgungsquote bei der Nachmittagsbetreuung bei etwa 77 Prozent – unter den geplanten 81 Prozent und deutlich unter der Nachfrage von 94 Prozent seitens der Eltern.
Wie viele OGS-Plätze im nächsten Jahr tatsächlich zur Verfügung stehen, hat die Stadt noch nicht bestätigt, da die Planungsgespräche bis Ende November andauern. Angesichts der erwarteten Übernachfrage werden viele Familien wohl leer ausgehen.
Der gesetzliche Anspruch auf einen OGS-Platz priorisiert zwar Erstklässler gegenüber älteren Schülern, doch die Knappheit an einigen Schulen bedeutet, dass nicht alle Familien einen Platz erhalten werden. Die anhaltenden Planungsprozesse und räumlichen Engpässe der Stadt werden die Verfügbarkeit der Nachmittagsbetreuung auch in absehbarer Zeit prägen.






