30 April 2026, 18:35

Bergisch Gladbach kämpft mit Rekorddefizit von 44 Millionen Euro im Jahr 2024

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, der von einem schmalen schwarzen Rand eingerahmt ist und "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Steuern für Reich und Großkonzerne weiter senken" in der Mitte betont.

Bergisch Gladbach kämpft mit Rekorddefizit von 44 Millionen Euro im Jahr 2024

Bergisch Gladbach verzeichnet schlimmstes Finanzjahr seit Jahren – 44 Millionen Euro Defizit

Bergisch Gladbach hat für das Jahr 2024 ein Rekorddefizit von 44 Millionen Euro gemeldet – das schwerste finanzielle Ergebnis der Stadt seit Jahren. Erstmals verzeichnet die Kommune ein derart hohes Haushaltsloch. Beamte warnen nun, dass sich die Verluste in den kommenden Jahren weiter verschärfen könnten, sofern keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

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Wie aus dem Jahresabschluss 2024 hervorgeht, beläuft sich das vorläufige Defizit auf 44 Millionen Euro – rund 20 Millionen Euro geringer als zunächst befürchtet. Ursprünglich hatte die Stadt mit einem Fehlbetrag von 63,3 Millionen Euro gerechnet, doch höhere Gewerbesteuereinnahmen und gesunkene Zinslasten milderte die Lage ab.

Die Prognose für 2025 fällt jedoch düster aus: Hier wird ein Minus von 54 Millionen Euro erwartet. Für 2026 rechnet der Stadtkämmerer mit weiteren Lücken – darunter 2 Millionen Euro bei den Personalkosten und 3,7 Millionen Euro im Bereich Sachaufwendungen. Die Verwaltung kündigte an, im Dezember einen Haushaltsentwurf für 2026 vorzulegen, um die Verhängung eines zwingenden Haushaltssicherungskonzepts zu vermeiden.

Die Aussichten bleiben besorgniserregend. Stadtvertreter räumen ein, dass angesichts anhaltender Haushaltsüberschreitungen künftig keine positiven Jahresergebnisse mehr erzielt werden können. Der Oberbürgermeister bestätigte, dass ab 2026 Anpassungen vorgenommen werden, um die Aufrechterhaltung der grundlegenden Dienstleistungen zu gewährleisten.

Unterdessen fordert der Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen (NRW) den Landesregierung auf, mindestens 78 Prozent der Bundesmittel an die Kommunen weiterzureichen. Der Verband argumentiert, dass sowohl Bund als auch Länder die ausreichende Finanzierung der auf die Gemeinden übertragenen Aufgaben sicherstellen müssten.

Bergisch Gladbach steht vor anhaltendem finanziellen Druck, mit Defiziten, die mindestens für die nächsten beiden Jahre prognostiziert werden. Die Handlungsfähigkeit der Stadt hängt nun von Haushaltsreformen und verstärkter Unterstützung durch übergeordnete Ebenen ab. Ohne gezielte Maßnahmen scheinen weitere Haushaltslöcher unvermeidbar.

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