19 December 2025, 21:03

Bedrohung durch Aufspaltung für die Auto-Sparte von Rheinmetall nach Übernahme

Ein rotes Auto.

Bedrohung durch Aufspaltung für die Auto-Sparte von Rheinmetall nach Übernahme

Rheinmetalls Automotive-Sparte nach Übernahme vor möglicher Zerschlagung

Der Automobilzulieferer von Rheinmetall steht nach einer geplanten Übernahme vor der Drohung einer Aufspaltung.

  1. Dezember 2025, 08:26 Uhr

Schlagwörter: Industrie, Finanzen, Luft- und Raumfahrt

Rheinmetall steht kurz vor dem Verkauf seiner Automobilzulieferersparte, wobei noch zwei Private-Equity-Firmen im Rennen sind. Der deutsche Rüstungs- und Automobilkonzern hatte ursprünglich einen Verkaufspreis von nahe einer Milliarde Euro angestrebt, doch die aktuellen Gebote liegen zwischen 500 Millionen und 600 Millionen Euro.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Unternehmen strebt nun an, die Transaktion bis Anfang 2026 abzuschließen, doch die Zukunft der zivilen Geschäfte bleibt ungewiss.

Der mögliche Verkauf wirft Fragen zur Struktur der Sparte auf. Ihre Geschäftsbereiche – von Verbrennungstechnologie über Sensorik bis hin zu antriebstechnisch unabhängigen Komponenten – machen eine Zerschlagung unter neuer Führung wahrscheinlich. Einige Bereiche, wie das Werk in Neuss, könnten sogar in die Rüstungsproduktion überführt werden.

Noch wird diskutiert, welche zivilen Assets bei Rheinmetall verbleiben könnten. Ein Beispiel ist die Mira GmbH, ein Ausgründungsunternehmen, das auf Fernsteuertechnik für Fahrzeuge spezialisiert ist. Allerdings wurden noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen. Konzernchef Armin Papperger hatte für den Deal höhere Erwartungen geweckt – erste Schätzungen lagen bei fast einer Milliarde Euro, doch die aktuellen Angebote bleiben deutlich darunter. Die Identität der Käufer ist noch nicht bekannt, im Rennen sind lediglich Private-Equity-Investoren. Sollte der Verkauf zustande kommen, könnte die Aufspaltung der Sparte folgen. Rheinmetall hat bereits signalisiert, sich künftig stärker auf das Rüstungsgeschäft zu konzentrieren, während die Zukunft der Automobilstandorte ungewiss bleibt.

Eine finale Einigung wird im ersten Quartal 2026 erwartet. Die unter den Erwartungen liegenden Gebote spiegeln die schwierige Marktlage für die Vermögenswerte der Sparte wider. Gleichzeitig könnte Rheinmetalls Fokus auf die Rüstungsproduktion die verbleibenden zivilen Aktivitäten neu prägen.