Batteriezellenproduktion - 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK
Kunigunde SegebahnBatteriezellenproduktion - 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK
Batteriezellenproduktion – 170 Millionen Euro für Transformationsprojekte in Kohleregionen im Rahmen des Bundesförderprogramms STARK
170 Millionen Euro fließen in sieben Industrieprojekte, die aus ehemaligen deutschen Steinkohlerevieren Zentren für Batterieproduktion und grüne Technologien machen sollen. Das Bundesförderprogramm STARK unterstützt die Vorhaben mit dem Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen und langfristigen wirtschaftlichen Wandel voranzutreiben.
Sieben neue Industrieprojekte sollen aus Deutschlands ehemaligen Kohlerevieren Zentren für Batterieproduktion und grüne Technologien machen. Die Bundesregierung fördert die Vorhaben im Rahmen des Programms STARK mit 170 Millionen Euro. Laut Behörden schaffen die Investitionen Arbeitsplätze und treiben den langfristigen Strukturwandel voran.
Die Projekte verteilen sich auf vier zentrale Regionen: das mitteldeutsche Bergbaugebiet, das rheinische Revier, die Lausitz und Wilhelmshaven. An jedem Standort entstehen Anlagen für Lithiumverarbeitung, Batterierecycling oder Energiespeichersysteme.
Im mitteldeutschen Chemiedreieck in Sachsen-Anhalt baut AMG Lithium am Chemiepark Bitterfeld-Wolfen ein Mehrproduktionswerk auf. Dort werden Kalziumoxid verarbeitet und lithiumhaltige Salze in Batteriequalität hergestellt. Ministerpräsident Reiner Haseloff (Sachsen-Anhalt) betonte, dass solche Projekte der Region langfristige Perspektiven eröffnen.
In der Lausitz errichtet Altech Batteries GmbH im Industriepark Schwarze Pumpe (Gemeinde Spreetal) ein Werk für stationäre Energiespeichersysteme, das auf Natriumchlorid als Schlüsselrohmaterial setzt. Ein weiteres, noch nicht namentlich genanntes Unternehmen am selben Standort wird sich auf die Batterieproduktion konzentrieren. Im rheinischen Revier entsteht unterdessen im Chemiepark Dormagen eine Batterierecycling-Anlage des Unternehmens Cylib. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) erklärte, die Investitionen unterstützten den Wandel der Region von der Kohle zur hochtechnologischen Fertigung.
In Wilhelmshaven nimmt eine energieeffiziente Produktionslinie für nachhaltige Beschichtungen und Hochspannungskomponenten den Betrieb auf. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) bezeichnete dies als Meilenstein für den Strukturwandel in der Region Wilhelmshaven-Friesland.
Die 170 Millionen Euro an Bundesförderung sollen private Investitionen in Höhe von rund 600 Millionen Euro anstoßen. Direkt entstehen etwa 600 neue Arbeitsplätze, in Zulieferketten und verwandten Branchen rechnet man mit bis zu 3.000 weiteren Stellen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (parteilos) unterstrich, dass sich die Regionen zu Standorten zukunftsweisender Industrien entwickeln.
Die ersten im Rahmen von STARK bewilligten Projekte markieren den Übergang von der Kohleabhängigkeit zur Hochtechnologie-Produktion. Mit Anlagen für Lithiumverarbeitung, Batterierecycling und Energiespeicherung sollen die Regionen langfristig Arbeitsplätze sichern und industrielles Wachstum fördern. Die kombinierten öffentlichen und privaten Investitionen belaufen sich auf über 770 Millionen Euro – und werden die lokalen Wirtschaften in den kommenden Jahren prägen.






