10 February 2026, 04:51

Atomtransporte in Deutschland: Rechtsstreit um Castor-Behälter dauert bis Dezember

Eine Gruppe von Menschen in weißen Anzügen und Masken steht um einen gelben Eimer herum, mit einem Wagen im Vordergrund und Gebäuden, Fahnen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund, einige halten Schilder mit Text.

Gericht entscheidet über Transport von Atommüll - Atomtransporte in Deutschland: Rechtsstreit um Castor-Behälter dauert bis Dezember

Der Rechtsstreit um Atomtransporte in Deutschland wird voraussichtlich bis Dezember andauern. Die Umweltorganisation BUND hat die Transportpläne angefochten und wirft den Behörden vor, dass es an ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen fehle. Im Mittelpunkt des Konflikts stehen 152 Castor-Behälter, die vom Forschungszentrum Jülich nach Ahaus in Nordrhein-Westfalen gebracht werden sollen.

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hatte die Transporte am 25. August 2025 genehmigt – unter Auflagen wie einem Strahlenschutzplan, polizeilichem Begleitschutz und der Bedingung, abschließende Gerichtsentscheidungen abzuwarten. Dennoch fanden bis Anfang 2026 keine Transporte statt, da rechtliche und logistische Hürden weiterhin bestehen.

In der Region formiert sich zunehmend Widerstand: Gruppen wie der BUND NRW und das Bündnis Westcastor haben Klagen eingereicht und Proteste organisiert. Sie verweisen auf Risiken durch marode Autobahnen, Baustellen und mögliche Unfälle. Nach der Abweisung einer Klage durch das Verwaltungsgericht Berlin im Januar 2026 legte der BUND Berufung beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg ein.

Nun drängt die Umweltorganisation auf eine einstweilige Verfügung, um die Transporte vor ihrem Beginn zu stoppen. Der BUND fordert das Gericht auf, die aufschiebende Wirkung seines Widerspruchs gegen die BASE-Genehmigung wiederherzustellen. Würde dem stattgegeben, wären die Transporte rechtlich nicht mehr durchführbar. Das Verwaltungsgericht Berlin will bis Dezember entscheiden.

Die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearbrennstoffe hält dennoch an ihrem Ziel fest, die Transporte noch vor Jahresende zu starten. Das BASE bestätigte jedoch, dass vor dem Gerichtsurteil keine Verladungen erfolgen werden.

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Die Entscheidung im Dezember wird darüber entscheiden, ob die Castor-Transporte stattfinden. Bis dahin bleiben die 152 Behälter in Jülich. Das Urteil wird auch zeigen, ob die Sicherheitsbedenken des BUND rechtlich durchschlagend sind.