23 March 2026, 16:28

Anne-Frank-Gesamtschule setzt Holocaust-Gedenken mit Stolpersteinen fort

Außenansicht des Holocaust-Museums Houston mit eingravierter Textwand, Gedenksteine, Grünfläche, Straße mit Fahrzeugen, eine Straßenlaterne und ein bewölkter Himmel.

Anne-Frank-Gesamtschule setzt Holocaust-Gedenken mit Stolpersteinen fort

Die Anne-Frank-Gesamtschule in Dülken hat ihre Partnerschaft mit dem Förderkreis Erinnerungskultur (1933–1945) e. V. in Viersen erneuert. Die auf drei Jahre angelegte Verlängerung soll die gemeinsame Arbeit zur Bewahrung des Gedenkens an den Holocaust fortsetzen. Ein zentraler Schwerpunkt bleibt die Stolpersteine-Initiative, für die Anfang 2027 neue Verlegungen geplant sind.

Die Zusammenarbeit zwischen der Schule und dem Verein hat bereits zur Verlegung von mindestens zwei Stolpersteinen – den kleinen Messing-Gedenktafeln – im Bereich des Bistums Aachen geführt. Sie erinnern an Karoline und Wilhelm Jansen, Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. In den kommenden Jahren sollen weitere Steine in der Viersener Innenstadt verlegt werden.

Die Lehrerin Corinne Flasshoff engagiert sich aktiv im Projekt. Sie plant mit ihrer Klasse einen erneuten Besuch der Holocaust-Gedenkstätte und wird mit ihrer Projektgruppe im Kreisarchiv recherchieren. Die stellvertretende Vorsitzende Julietta Breuer betonte unterdessen die Bedeutung von Flasshoffs Arbeit für die lebendige Vermittlung historischer Bildung.

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Auch Schulleiterin Ilka Werner unterstützt das Engagement der Schule, insbesondere die Aktion "Reinigung der Stolpersteine". Lehrkräfte werden zur Teilnahme ermutigt, besonders vor dem 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht. Durch das anhaltende Engagement bleibt die Erinnerungskultur fest im Schulcurriculum verankert.

Die erneuerte Partnerschaft läuft mindestens bis 2027 und sieht weitere Stolperstein-Verlegungen in Viersen vor. Lehrerinnen, Lehrer und Schüler werden ihre Forschungs- und Gedenkaktivitäten fortsetzen und so die Rolle der Schule in der Holocaust-Bildung stärken. Ziel der Initiative ist es, das Andenken an die lokalen Opfer für kommende Generationen wachzuhalten.

Quelle