30 Jahre Gast-Haus e.V.: Wie ein Dortmunder Verein Obdachlosen Hoffnung schenkt
Kunigunde Segebahn30 Jahre Gast-Haus e.V.: Wie ein Dortmunder Verein Obdachlosen Hoffnung schenkt
Borussia Dortmund Gast-Haus e.V. feiert 30-jähriges Jubiläum mit Besuch von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst
Der Borussia Dortmund Verein Gast-Haus e.V. hat sein 30-jähriges Bestehen mit einem besonderen Besuch gefeiert: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst würdigte die Arbeit der Einrichtung, die seit ihrer Gründung 1995 täglich – auch an Feiertagen wie Weihnachten und Neujahr – obdachlosen und hilfsbedürftigen Menschen Unterstützung bietet.
Was als ökumenische Initiative zur Hilfe für Wohnungslose in Dortmund begann, hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten zu einer unverzichtbaren Anlaufstelle entwickelt. Jährlich werden rund 140.000 Mahlzeiten ausgegeben und 3,5 Tonnen Kaffee für die Gäste aufgebrüht. Zudem leistet das hauseigene Gesundheitszentrum über 12.000 medizinische Behandlungen pro Jahr.
Bei der Jubiläumsfeier lobte Ministerpräsident Wüst das Engagement des Gast-Hauses als "Ort der Solidarität und Würde". Besonders hob er hervor, dass hier niemand – unabhängig von Tag oder Jahreszeit – ohne Hilfe bleibe. Die Geschäftsführerin Katrin Lauterborn verwies auf eine steigende Nachfrage nach den Angeboten, die sie auf explodierende Mieten, den angespannten Wohnungsmarkt, psychische Belastungen und veränderte Familienstrukturen zurückführte. Trotz dieser Herausforderungen setzen sich die Ehrenamtlichen weiterhin dafür ein, jedem Besucher Wärme, Respekt und ein offenes Ohr zu bieten. Die klare Linie des Vereins: Wer Hilfe braucht, erhält eine warme Mahlzeit – niemand wird abgewiesen. Dieser Grundsatz hat das Gast-Haus e.V. über die Jahre zu einem vertrauten Zufluchtsort für Tausende gemacht.
Angesichts der wachsenden Nachfrage bleibt der Verein eine konstante Stütze in Dortmund. Von täglichen Mahlzeiten bis hin zu medizinischer Versorgung stellt das Gast-Haus sicher, dass bedürftige Menschen die nötige Unterstützung erhalten. Angesichts anhaltender Probleme in den Bereichen Wohnraum und psychische Gesundheit ist seine Rolle für die Gemeinschaft heute wichtiger denn je.






