16 April 2026, 12:31

23-Millionen-Neubau für Ibbenbürens Hauptschule – trotz nur fünf angemeldeten Schülern

Kinder sitzen an Tischen in einem Klassenzimmer mit Büchern und Stiften auf den Tischen, Papiere an der Wand dahinter.

23-Millionen-Neubau für Ibbenbürens Hauptschule – trotz nur fünf angemeldeten Schülern

Ibbenbüren bekommt für 23 Millionen Euro ein neues Gebäude für die Gemeinschafts-Hauptschule – trotz sinkender Schülerzahlen

Die Gemeinschafts-Hauptschule in Ibbenbüren erhält ein neues Schulgebäude für 23 Millionen Euro, obwohl die Zahl der angemeldeten Schüler stark zurückgeht. Für das Schuljahr 2025/2026 sind bisher nur fünf Kinder registriert. Das Projekt folgt auf die Zusammenlegung zweier Teilstandorte und soll die schulischen Einrichtungen modernisieren.

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Die Schule bleibt ihrem inklusiven Bildungsauftrag treu und unterrichtet weiterhin Kinder mit Fluchthintergrund, Förderbedarf sowie Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten, die von anderen Schulen übernommen wurden. Die meisten lokalen Parteien unterstützen den Neubau, auch wenn immer mehr Eltern für ihre Kinder ein Gymnasium bevorzugen.

Hauptschulen verlieren an Zuspruch – Eltern setzen auf Gymnasien Die Entscheidung für den Neubau fällt in eine Zeit, in der die Anmeldungen an Hauptschulen dramatisch zurückgehen. Viele Eltern entscheiden sich bewusst für Gymnasien, da sie diesen einen höheren sozialen Status zuschreiben. Andere favorisieren längeres gemeinsames Lernen oder die Möglichkeit, dass leistungsschwächere Schüler das Abitur erreichen, ohne die Schule wechseln zu müssen.

Ibbenbüren verfügt bereits über zwei Gymnasien – eines in kommunaler und eines in katholischer Trägerschaft – sowie eine Realschule und eine Gesamtschule, die jedoch auf vier Züge pro Jahrgangsstufe beschränkt ist. Trotz dieser Vielfalt im Schulsystem unterstützen fast alle politischen Gruppen der Stadt – mit einer Ausnahme – den Neubau der Hauptschule. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.

Die Schule ist zwar mit einem Qualitätssiegel ausgezeichnet, doch die Prüfer monierten Schwächen im Umgang mit Störungen im Unterricht sowie bei der Differenzierung des Lernstoffs für unterschiedliche Leistungsniveaus. Ihre Rolle als inklusives Lernzentrum bleibt jedoch unverändert – mit einem heterogenen Schülerklientel.

Ehemalige Lehrerin engagiert sich weiter für Bildung Die pensionierte Pädagogin Maria Frank bleibt der Bildungsarbeit verbunden: Über die Initiative AG Stolpersteine ERNA setzt sie sich weiterhin für historische Aufklärung ein. Zuvor unterrichtete sie Kunst an einer freien Schule in Ibbenbüren und wirkte an lokalen Kulturprojekten mit.

Die 23 Millionen Euro sollen veraltete Gebäude ersetzen und die beiden fusionierten Standorte zusammenführen. Aktuell sind nur wenige Schüler angemeldet, doch Nachmeldungen könnten die Zahlen noch steigern. Die Zukunft der Schule hängt davon ab, ob es gelingt, moderne Räumlichkeiten mit der Herausforderung zu verbinden, in einem sich wandelnden Bildungsumfeld mehr Familien anzuziehen.

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