200 Millionen Euro retten das angeschlagene RRX-Netz von National Express in NRW
Ivan Schacht200 Millionen Euro retten das angeschlagene RRX-Netz von National Express in NRW
Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen: Neue Finanzspritze soll angeschlagenes RRX-Netz von National Express stabilisieren
Die Regionalbahn in Nordrhein-Westfalen (NRW) kämpft seit Jahren mit wachsenden Problemen. Steigende Kosten, Personalmangel und harter Wettbewerb haben die Betreiber an den Rand des Ruins getrieben – mit Folgen wie unzuverlässigen Verbindungen und finanzieller Überlastung. Nun soll ein neues Förderpaket das in Schieflage geratene RRX-Netz des Unternehmens National Express retten.
National Express, das das RRX-Netz betreibt, hatte mit immer höheren Verlusten zu kämpfen. Wildkatzenstreiks im vergangenen Sommer hatten den Betrieb zusätzlich durcheinandergebracht, doch diese wurden nun durch eine neue Vereinbarung beigelegt. Zudem entfällt künftig die automatische Strafzahlung bei Verspätungen, die auf Infrastrukturprobleme zurückgehen – eine Entlastung für das Unternehmen.
Die Vertragslaufzeiten für zwei defizitäre RRX-Strecken werden nun vorzeitig 2027 enden, statt wie ursprünglich vorgesehen bis 2030. Gleichzeitig werden die lukrativeren Linien bis 2035 verlängert. Mit dieser Anpassung soll ein Ausgleich zwischen wirtschaftlicher Tragfähigkeit und dem Erhalt wichtiger Verbindungen gefunden werden.
Die Verkehrsverbünde, darunter der VRR, stellen zusätzliche 200 Millionen Euro bereit, um National Express zu unterstützen. Die Mittel folgen auf frühere Rettungsmaßnahmen wie die Übernahme der Eurobahn durch die NWL im vergangenen Jahr, um deren Kollaps abzuwenden. Bereits Anfang 2022 hatte der Betreiber Abellio Insolvenz angemeldet – ein weiteres Zeichen für die strukturellen Probleme der Branche.
Das neue Abkommen mildert die Verluste von National Express und sichert zusätzliche Mittel für Verbesserungen. Mit den zugesagten 200 Millionen Euro der Verkehrsverbünde soll die Zuverlässigkeit des Regionalverkehrs in NRW wiederhergestellt werden. Die Änderungen spiegeln auch einen Wandel wider, wie Behörden mit angeschlagenen Betreibern in Zeiten anhaltender Herausforderungen umgehen.






