14. Dezember: Warum Deutschland den skurrilen Schneekugel-Tag feiert
Friedl Rädel14. Dezember: Warum Deutschland den skurrilen Schneekugel-Tag feiert
Jedes Jahr am 14. Dezember begeht Deutschland einen skurrilen Feiertag: den Nationalen Schneekugel-Tag. Die Tradition begann 2020 – initiiert von Sven Giese, der das Datum allein wegen seiner Position im Kalender wählte. Zwar hat der Tag selbst keine verborgene Bedeutung, doch er ehrt ein beliebtes Deko-Objekt mit überraschend langer Geschichte.
Schneekugeln gibt es mindestens seit der Pariser Weltausstellung 1878, auch wenn ihre genauen Ursprünge im Dunkeln liegen. Jede von ihnen ist eine durchsichtige, verschlossene Kugel, gefüllt mit Wasser, in der sich Miniaturlandschaften oder Figuren befinden. Statt echtem Schnee tanzen winzige weiße oder glitzernde Partikel im Inneren und wirbeln beim Schütteln zu einem schneeverwehten Effekt auf.
Die Flüssigkeit in einer Schneekugel enthält oft Glycerin, das den Fall des Glitters verlangsamt – so entsteht der Eindruck eines natürlichen Schneefalls. Zwar sind die Inhaltsstoffe ungiftig, doch zum Verzehr ist die Flüssigkeit nicht gedacht.
Die Idee für einen eigenen Gedenktag stammte 2020 von Sven Giese. Er entschied sich für den 14. Dezember, einfach weil das Datum gut in den Kalender passte – und nicht wegen eines besonderen Bezugs zur Winterzeit.
Seitdem findet der Nationale Schneekugel-Tag jährlich am 14. Dezember in ganz Deutschland statt. Der Anlass rückt ein schlichtes, doch zeitloses Deko-Stück in den Fokus, das seit über einem Jahrhundert die Menschen fasziniert. Und seine Beliebtheit zeigt keine Anzeichen von Nachlassen.






